Lightroom im Fadenkreuz?

Adobe hat sein Lizenzmodell für Lightroom voll auf die Abo-Variante umgestellt. Das Besondere: Die Kaufversion fällt weg. Das wirft für viele (Hobby-) Fotografen Fragen auf. Wir haben beim Clubabend darüber diskutiert und uns über Alternativen unterhalten.

Adobe ändert sein Lizenzmodell

Adobe hat sein Lizenzmodell für Lightroom geändert. Das bei vielen beliebte Programm zur Bildverwaltung und Bearbeitung ist ab sofort ausschließlich als CC-Version zu haben. Die seitherige Version heißt nun Lightroom CC Classic. Hauptänderungen gegenüber der Vorgängerversion sind eine verbesserte Performance und eine neue lokale Maskenfunktion.

 

Unter dem alten Namen Lightroom CC bietet Adobe nun zusätzlich eine neue Version, die ausschließlich über die Cloud arbeitet und das mobile Arbeiten fest integriert.

 

Das Online-Portal Photoscala hat die Änderungen in einem eigenen Artikel vorgestellt.

 

Informationen finden sich natürlich auch bei Adobe:

 http://www.adobe.com/de/products/photoshop-lightroom.html

 

Keine Kaufversion mehr

Mit der Umstellung der Lizenzbedingungen ist Lightraum nicht mehr als Kaufversion erhältlich und es wird ab Ende des Jahres keine Updates mehr geben.

 

Besitzer der Kaufversion können diese mit dem gegebenen Funktionsumfang weiter nutzen. Probleme treten jedoch auf, wenn eine neue Kamera angeschafft wird, die mit der seitherigen Version 6 nicht unterstützt wird. Wie bisher wird wohl der Umweg über den Adobe DNG Konverter möglich sein. Damit wird die Nutzung also weiterhin möglich sein. Von neuen Entwicklungen im Bildverwaltungs- und Bearbeitungsbereich wird der Lightroom 6-Anwender aber ausgeschlossen.

 

Alternativen?

Für viele Anwender kommt eine Umstellung auf eine der CC-Versionen aus unterschiedlichen Gründen nicht in Frage und sie stehen jetzt (oder zu einem späteren Zeitpunkt) vor der Frage, womit sie nun Ihre Bilder verwalten und/oder bearbeiten können.

 

Adobe Lightroom hat im Laufe der Jahre den Platz des Marktführers eingenommen. Lange Zeit ging für ambitionierte Fotografen kaum ein Weg an Lightroom vorbei. Dazu hat Adobe in der Tat auch mit der CC-Version beigtragen, die für viele Fotografen Photoshop und Lightroom erschwinglich machte. Doch in den letzten Jahren kam Bewegung in die Wet der Raw-Konverter und Bildverwaltungs- und Bilbearbeitungsprogramme. Und so klagten Anwender zunehmend über Perfomance-Mängel von Lightroom und nicht wenige wechselten zu Konkurrenzprogramme wie z. B. PhaseOne. oder setzen diese parallel ein, wie z. B. der Hamburger Fotograf Patrick Ludolph. der über seinen Kummer mit beiden Programmen berichtet:

 

 https://neunzehn72.de/neues-videotutorial-capture-one-pro-mein-workflow/

 https://neunzehn72.de/ist-das-das-lightroom-update-auf-das-wir-alle-gewartet-haben/

 

 

Die Konkurrenz formiert sich

 Gegenwärtig kommen mehr und mehr Programme auf den Markt, die sich als Alternative zu Lightroom positionieren und einge davon legen Wert darauf, dass sie auch oder gar ausschließlich als Kaufversion erhältlich sind. Einige sind zudem wahre Schnäppchen, auch wenn bei einigen zu vermuten ist, dass es sich um Köderpreise handeln mag. Nachfolgend eine Liste mit Programmen, die Lightroom und/ Photoshop in unterschiedlichem Umfang ersetzten können. Wir wollen diese Programme hier weder vorstellen noch bewerten. Nutzen Sie die Links und machen Sie sich selbst ein Bild davon, ob diese zu Ihnen, Ihrem Geldbeutel und ihren Vorstellungen passt.

 

Hier eine Auswahl an Alternativen:

 

Capture One

 https://www.phaseone.com/de-DE/Products/Software/Capture-One-Pro/Highlights.aspx

Capture One Sonderedition für SONY-Fotografen

 https://www.phaseone.com/de-DE/Products/Software/Capture-One-for-Sony/Sony-Pro.aspx

 

DxO

 http://www.dxo.com/de/fotografie/foto-software/dxo-photolab

 

ON1 RAW 2018

 https://www.on1.com/products/photo-raw/

 

Affinity Photo (neu: auch für Windows)

 https://affinity.serif.com/de/photo/

 

Macphun Luminar 2018 (neu: auch für Windows)

 https://macphun.com/de/luminar

 

PaintshopPro 2018 + AfterShot 3 (zusätzlich AfterShot 3 Pro)

 https://www.paintshoppro.com/de/products/paintshop-pro/

 http://www.aftershotpro.com/de/products/aftershot/pro/

 

Adobe Photoshop Elements 2018

 http://www.adobe.com/de/products/photoshop-elements.html

 

RawTherapee

 http://rawtherapee.com/

 

Photoline

 https://www.pl32.de/

 

Diese Aufstellung ist weder abschließend noch vollständig.

Die Reihenfolge ist willkürlich und stellt keine Wertung dar.

 

Fazit

Als Anwender von Adobe Lightroom seit Version 1 habe ich meinen Workflow auf das Programm abgestimmt und ich bin mit dem Abo-Modell grundsätzlich zufrieden. Dennoch habe ich über die Zeit hinweg die Entwicklung von PaintShop Pro verfolgt und bin überzeugt, dass das Programm mit seinem Raw-Konverter für meine Belange ausreichend sein dürfte. Preiswerter wäre es aber auf jeden Fall und dies ist durch Grund genug, sich ernsthaft mit der Frage auseinander zu setzen. Ob ich den Schritt zurück gehe, weiß ich heute nicht, denn dies bedeutet ein gewissen Umstellungsaufwand.

 

Ich bin mir aber sicher, dass für sehr viele Fotografen die neuen Programme eine echte Alternative zu Lightroom  sein können.

 

 

Ein Bericht von Reiner Gruhle.

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